Unterricht

In den inklusiven Klassen lernen Schüler/innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam.

Die Klassenleitung besteht aus einem Team von RegelschullehrerIn, SozialpädagogIn und SonderpädagogIn..

Der Unterricht wird grundsätzlich in Doppelbesetzung von zwei Pädagog/innen durchgeführt.

Gemeinsames Lernen

Im Unterricht und bei Aktivitäten, die außerhalb des Unterrichts stattfinden, werden gemeinsame Lernerfahrungen ermöglicht. Die SchülerInnen lernen so ständig voneinander – sie lernen am Modell. Dabei werden die Anforderungen auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Schüler/innen abgestimmt.

In den Naturwissenschaften soll ein Tierporträt erstellt werden. Klaus hat große Schwierigkeiten beim Erlesen von Texten, fertigt aber sehr genaue Zeichnungen an. Er findet sich mit Lukas zu einem Team zusammen. Gemeinsam arbeiten sie an einer Präsentation zum Thema „Luchse in Europa“.

Individuelle Anforderungen

Der Unterricht wird nach Möglichkeit so gestaltet, dass alle Kinder am gleichen Lerngegenstand arbeiten, jedes nach seinen individuellen Möglichkeiten. Die Arbeitspläne enthalten differenzierte Aufgaben.

Alle Kinder einer 5. Klasse arbeiten im Fach Mathematik zum Thema „Bruchrechnung“. Tobias bearbeitet ein Arbeitsblatt zum Erweitern und Kürzen von Bruchzahlen. Marie löst im Mathematikbuch Additionsaufgaben mit Brüchen. Dominik, Sarah und Aishe überlegen, wie man eine Lakritzschnecke gerecht in 3 Teile teilen kann. Jim lernt gemeinsam mit der Sonderpädagogin, was 1/2 und 1/4 bedeuten: Sie backen einen Kuchen.

SchülerInnen teilen Lakritz

SchülerInnen teilen Lakritz

SchülerInnen messen Zutaten ab

SchülerInnen messen Zutaten ab

Handlungsorientiertes Arbeiten

Die Unterrichtsinhalte werden handlungsorientiert aufbereitet – davon profitieren alle Schüler/innen. Sie werden zu eigenem Forschen, Entdecken und Handeln angeregt.

Im Projekt „Gesunde Ernährung und Landwirtschaft“ sollen die SchülerInnen als Abschlusspräsentation den Eltern eine kleine Speise servieren. Dazu erforschen sie auf dem Bio-Bauernhof, woher das Hühnerei kommt, entdecken, wie man testen kann, ob ein Ei frisch ist und bereiten schließlich leckere Omeletts zu.

SchülerInnen im Hühnerstall

SchülerInnen untersuchen ein Ei

Anschauungs- und Fördermaterialien

Für die Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden je nach Bedarf Anschauungs- und Fördermaterialien angeschafft, um ihre Lernprozesse zu unterstützen. Dies können zum Beispiel Arbeitsbücher und –hefte, Spiele oder Therapiematerialien sein.

Im Projekt „Orientierung auf der Erde“ erlernt Cindy die Umrisse der Kontinente an einem großen Holzpuzzle aus dem Montessori-Material.

Förderung in kleinen Gruppen

Gemeinsam essen

Wo es notwendig und sinnvoll ist, werden SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Kleingruppen gefördert. Dafür stehen Differenzierungsräume zur Verfügung.

So werden zum Beispiel in verschiedenen Jahrgängen klassenübergreifende Gruppen eingerichtet, in denen SchülerInnen mit Förderbedarf einmal wöchentlich in einer Kleingruppe praxisorientierte Inhalte zur Alltagsbewältigung üben, z.B. kleine Speisen zubereiten, sich im Stadtteil orientieren oder mit verschiedenen Materialien umgehen.

Inklusiv konzipierte Wahlpflichtfächer

SchülerInnen kochen

… zum Beispiel der Food&Fun-Kurs

Gesunde Ernährung, gemeinsame Planungen, Verbraucherbildung, nachhaltiges Wirtschaften – das sind nur einige Stichworte aus dem inhaltlichen Angebote dieses Kurses. Hier wird mit Kopf und Hand gemeinsam geforscht und gekocht!

Zu diesen besonderen Wahlpflichtangeboten gehören auch noch die Fächer Bewegung und Gesundheit, Kunst und Lebenspraxis und Schulzoo.