Konzept

Jahrgang 5/6/7

 

In den Jahrgängen 5/6 wird das Fach Arbeitslehre als Pflichtfach in den Werkstätten unterrichtet. Dort können die Schülerinnen und Schüler in den Werkstätten (Holz-, Textil- und Metallwerkstatt sowie Schulküche) ihr handwerkliches Talent ausprobieren und sie erlernen neue Fertigkeiten, z.B. mit dem Bestehen des Nähmaschinenführerscheins. Einen ersten schulisch angeleiteten Einblick in die Arbeitswelt erhalten die Schülerinnen und Schüler am „Tag im Betrieb“, an dem die Schülerinnen und Schüler in einen Betrieb ihrer Wahl gehen, um dort die verschiedenen Berufsfelder kennenzulernen.

Im Jahrgang 7 findet verpflichtend der Girls- und Boys-Day statt. Im Rahmen des sechswöchigen Projekts „Arbeit und Beruf“ werden viele berufsorientierende Themen behandelt. Das Schreiben von Bewerbungsunterlagen und das Üben von Einstellungsgesprächen gehört ebenso zum Projekt wie die erste Auseinandersetzung mit Zugangsvoraussetzungen für bestimmte Ausbildungsberufe und Studiengänge. Die Ergebnisse werden im Berufsorientierungskompass festgehalten und die Schülerinnen und Schüler werden in ihrem Berufsfindungsprozess unterstützt. Vor allem setzen sich die Schülerinnen und Schüler in diesem Projekt mit sich selbst und ihren persönlichen Voraussetzungen für einen Beruf auseinander. „Was muss ich für diesen Beruf mitbringen oder erlernen?“ ist die Kernfrage. Den Eltern wird auf einem zentralen Elternabend das Konzept der Berufs- und Studienorientierung vorgestellt.

Jahrgang 8/9

 

In Jahrgang 8 findet im Anschluss an die zweitägige Potentialanalyse, durchgeführt durch den Internationalen Bund, ein Besuch im Berufsinformationszentrum statt, um den Schülerinnen und Schülern Hilfen für die Suche nach für sie geeigneten Praktikumsplätzen für Jahrgang 9 an die Hand zu geben. Ergänzend hierzu veranstaltet der Jahrgang 9 eine Praktikumsplatzbörse, auf der die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs dem Jahrgang 8 ihre Praktikumsplätze und Berufsfelder vorstellen. Darüber hinaus wird mit dem gesamten Jahrgang 8 in Projektform „NFTE- Network for Teaching Entrepreneurship“ durchgeführt. Im 2. Halbjahr findet für den Jahrgang 8, beginnend mit dem Schuljahr 2015/2016, eine interessengeleitete Berufsfelderkundung statt, die klassenübergreifend in Kleingruppen (10-15) in größeren Firmen durchgeführt wird und den SuS einen Überblick über Anforderungen, Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungsmöglichkeiten in der jeweiligen Branche vermitteln soll. Auch der Girls- & Boys-Day findet verpflichtend statt. Um insbesondere Mädchen einen Einblick in technisch-gewerbliche Berufe zu bieten, wird das Angebot der Handwerkskammer Hamburg „Mädchenwirtschaft- eine Berufe-Rallye“ regelmäßig von Jahrgang 8 genutzt.

In Jahrgang 9 bilden die beiden dreiwöchigen Praktika den Schwerpunkt. Beide Praktika werden in den Klassen intensiv vor- und nachbereitet (jeweils drei volle Tage). Das jeweilige Praktikum muss in einer standardisierten Praktikumsmappe dokumentiert werden. In der Nachbereitung wird der Schwerpunkt einerseits auf die Ausbildungsvoraussetzungen, Ausbildungsbedingungen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt gelegt, zum anderen werden die Schülerinnen und Schüler in der Reflexion mit ihren eigenen Stärken und Schwächen konfrontiert. Die Präsentation auf der Praktikumsplatzbörse für den Jahrgang 8 ist ein krönender Abschluss des 1. Praktikums.

In Jahrgang 9 findet ein allgemeiner Elternabend zum Thema „Übergange und Berufschancen I“ in Kooperation mit der Berufsberatung und neu in diesem Schuljahr mit der Handwerkskammer statt, so dass neben den Berufswegen mit Schwerpunkt auf den betrieblichen Ausbildungen auch Karrieremöglichkeiten im Handwerk vorgestellt werden können. Zusätzlich findet ein Elternabend für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf statt, auf dem über Unterstützungsmöglichkeiten in der Berufsorientierung und –ausbildung informiert wird.

Jahrgang 10

 

In Jahrgang 10 wird die realistische Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen und Wünschen im sechswöchigen berufs- und lebensorientierenden Projekt „Mein Weg“ weitergeführt. In diesem Projekt werden nicht nur Bewerbungsunterlagen erstellt, sondern die Schülerinnen und Schüler setzen sich auch intensiv mit Bewerbungsverfahren und –fristen auseinander. Die individuelle Beratung und Unterstützung, zum Teil durchgeführt durch externe Kooperationspartner (siehe Übersicht), bildet den Schwerpunkt. Neben der zweiten Berufsfelderkundung nehmen die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Messen und Veranstaltungen teil, wie z.B. der Messe „Einstieg“. Durch individuell abgestimmte Kurzzeitpraktika können die Schülerinnen und Schüler ihre schriftliche Bewerbung unterstützen, um vor Ort den Betrieben ihre Eignung zu beweisen bzw. bei Nichteignung einen späteren Ausbildungsabbruch verhindern.

Ein Elternabend in Kooperation mit der Jugendberufsagentur informiert mit dem Schwerpunkt „Schulische Ausbildungen und Möglichkeiten des Abiturerwerbs“.