Lernwerkstatt

In der Lernwerkstatt des Prismas stehen in offenen Regalen Materialien bereit, die Kinder zu selbst gesteuertem Lernen anregen, ihre Konzentrationsfähigkeit fördern und die Möglichkeit der „Polarisation der Aufmerksamkeit“ (Maria Montessori) schaffen. Gleichzeitig sind die Materialien konsequent auf das Ziel ausgerichtet, den Kindern Erfolge zu ermöglichen und sie dadurch emotional zu stärken.

 

Die vorbereiteten Materialien sollen vor allem dazu anregen, sich sehr verschiedenen Herausforderungen zu stellen, wie Quer-Denken, Knobeln, mathematische und sprachliche Grundfertigkeiten nachhaltig begreifen, innere und äußere Ordnung erfahren, Entdeckungsfreude, Experimentier- und Leselust zu erleben. Dabei soll auch die Sinnhaftigkeit des Lesen-, Rechnen- und Schreiben – Könnens thematisiert und erfahrbar werden.

 

Soma_Würfel_Kalvin_jiDie „Übungen des praktischen Lebens“ (Maria Montessori) schulen insbesondere die „Polarisation der Aufmerksamkeit“, feinmotorisch notwendige Grundfertigkeiten, und schaffen Freude am sichtbaren Erfolg.

 

So gibt es in der Lernwerkstatt zum Beispiel den Bauplatz mit Regenbogenkarten, Fröbelbausteinen, unstrukturiertem Pappmaterial, bunten Steinen zum Bauen einer Dominobahn, die Bausätze zum Bau der Römischen Brücke, des Gotischen Bogens und eines Kreuzgewölbes. Des Weiteren ein Regal mit verschiedenen Knobel – Herausforderungen, die Spass-mit-Mathe-Ecke, vielfältiges Material zum Lesen lernen – Material von Sandpapier- und Holzbuchstaben bis zu Abschreibkarten und der Schatzkiste geheimer Geschichten. Metallbaukasten, Geobretter und der Platz der optischen Illusionen und Täuschungen sowie die „geografische Kommode“, die Tafel zur Arbeit mit Filz und einiges mehr bieten einen reichhaltigen Schatz für die Kinder, um ihr Potential entfalten bzw. suchen und finden zu können.

 

Geschichtenwochen_2Die Arbeit in dieser anregenden Umgebung macht es möglich, sich aus Lernblockaden und Verweigerungsmustern heraus zu entwickeln und Lernsicherheit zu gewinnen. Den Übungsmaterialien im Klassenrahmen können die Kinder sich dann neu öffnen, um auch mit diesen – oft sehr negativ belegten – Lernangeboten wieder arbeiten zu können und vor allem auch zu wollen.

Diese „Grundausstattung“ der Materialien in der Lernwerkstatt bietet eine Auswahl von Inhalten für die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler der Vorschulklassen bis zur 7. Klasse, für sehr leistungsschwache bis leistungsstarke, auch hochbegabte Kinder.

Sie wird jeweils auch flexibel ergänzt durch spezielle auf einzelne Kinder abgestellte Angebote, die sich aus dem intensiven Prozess der Lernbegleitung ergeben, um sie bei ihren speziellen Interessen „abzuholen“.

 

Mini_LÜKDie Kinder arbeiten in der Lernwerkstatt meist allein für sich – mit ihrem Material – in ihrem Tempo – mit ihren speziellen Zielen. Selten ist es sinnvoll und dem Lernprozess förderlich, dass die Kinder in dieser Zeit gemeinsam arbeiten.

Mittlerweile entwickeln sich allerdings „Expertenkinder“, die einzelne Materialien besonders gut beherrschen. Diese Kinder dürfen dann nach Absprache den anderen Kindern helfen bzw. die Materialien und die Arbeit damit vorführen. In den einzelnen Arbeitszeiten kommt so auch die altersübergreifende Pädagogik zum Tragen.

Ziel ist nach jeder Arbeitszeit, dass jedes Kind für sich selbst nachweisbar und erkennbar die Lernwerkstatt mit der Erfahrung von eigener Leistung, Anstrengung, Erfolg und positiver Rückmeldung verlässt.

 

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