Schule + Kultur

Das Besondere und die Schulkultur

Jede Schule hat ihre je eigene Besonderheit. Diese zeigt sich an den kulturellen Ereignissen. Wenn an der Schule ausgestellt, auf- und vorgeführt wird oder gemeinsam Kulturinstitutionen besucht und dort beobachtet oder produziert wird, ist es ein Zeichen, dass Schule mehr ist als eine Lernfabrik. SchülerInnen sind zusammen mit LehrerInnen und KünstlerInnen in der Lage, die Atmosphäre und das gemeinsame Klima zu verändern, um Dinge aus künstlerischer Perspektive wahrzunehmen und um sich gegenseitig unter anderen Umständen kennenzulernen. Sei es duch Theater, Tanz, Malerei oder Musik – die Künste verändern unsere Persönlichkeit, wenn wir im Spiel unseren Fantasien eine Form geben.

Auch die Schule lernt

Eine Schule, die ihre kulturelle Vielfalt fördert, nimmt sich selbst wahr. Sie kann dann zu einer lernenden Institution werden. Sie ist geschlossen genug, um sich selbst zu beobachten, jedoch offen für Veränderungen. Unsere Schule bekennt sich seit einiger Zeit offen zu einem Lern- und Entwicklungsprozess, der viele Veränderungen mit sich brachte. Die Lernkultur hat sich seit einigen Jahren deutlich gewandelt, die Rollen von SchülerInnen und LehrerInnen haben sich verändert. Das soziale Miteinander lässt sich an unserer Schule deutlich spüren. Der konstruktive Umgang mit Konflikten führt zu vielen Gesprächen und Vereinbarungen zwischen SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und den vielen weiteren Beteiligten an unserer Schule. All dies sind Zeichen für eine konsequente Gestaltung unseres Lebensraums an der Schule.

Unsere Schulkultur langfristig und nachhaltig aufbauen

Kultur lässt sich an Schulen offensiv gestalten. Es braucht jedoch auch dafür längerfristige Veränderungen, die sich in der Organisation niederschlagen müssen. Unser Plan ist es, in den folgenden Jahren neue Präsentationsformen auszuprobieren und alte zu überarbeiten, zu verbessern und für alle zugänglich zu machen. Wir erarbeiten ein spezifisches schulinternes Curriculum für Kultur, verfolgen einen Kulturfahrplan, der uns hilft, diese Entwicklungsarbeit im Schulalltag zu verfolgen und zu etablieren. Wir hoffen, dass unsere Webpage – eben auch ein Instrument, um unsere vielen kulturellen Aktivitäten sichtbar zu machen – einen guten Einblick von außen ermöglicht.

Schülerpartizipation

SchülerInnenbeteiligung gehört fest zum Selbstverständnis der Erich Kästner Schule. Im Leitbild ist verankert: „Wir beteiligen uns aktiv an der Gestaltung unserer Schule“ und „Wir gestalten Entscheidungsprozesse demokratisch“. Die bestehenden Partizipationsstrukturen – Schülerparlament in 0-6, Schülerrat in 6-13, Schulsprecher-Team, selbstorganisiertes Schülercafé – sind vorbildlich. Alle fünf Jahre findet an der Schule eine Zukunftswerkstatt statt – große Teile des Schulgeländes in seiner heutigen Form sind aus den dort entwickelten Ideen und Initiativen hervorgegangen. Im vergangenen Jahr hat die Schulleitung eine Werbeagentur beauftragt, um mit SchülerInnen gemeinsam eine Werbekampagne für die Profiloberstufe zu entwickeln.

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Zukunftswerkstatt im Mai / Juni 2012
Teilhabe an Kunst und Kultur

Teilhabe an Kunst und Kultur soll also fester Bestandteil des Alltags unserer SchülerInnen werden. Der Alltag unserer SchülerInnen spielt sich allerdings auch entscheidend außerhalb von Unterrichtsräumen und -zeiten ab. Wir wollen gezielt auch die freiwillige Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur fördern, und dazu gehören ausdrücklich auch Formen, die sie selbst künstlerisch wertvoll finden oder die von ihnen außerhalb der Schule und in ihrer Freizeit stattfinden.

Wir wollen eine Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur unter den SchülerInnen und eine Einbeziehung ihrer Ideen und Interessen in das künstlerische Gesamtprogramm unserer Schule. Kultur kann, soll, darf, muss Jugendlichen auch Spaß machen.