Gemeinsam Lernen

Home / 5–10 / Gemeinsam Lernen

Die Erich Kästner Schule ist eine Schule für alle. Da wir fest davon überzeugt sind, dass Vielfalt und Unterschiedlichkeit einen Gewinn für jede Gemeinschaft darstellt, unterrichten wir Schüler*innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam in einer Klasse.

Inklusion

Unter dem Begriff der Inklusion verstehen wir aber mehr. Es geht um das gemeinsame Lernen und Zusammenleben in Vielfalt. Dabei sollen alle Schüler*innen ihre Potenziale entfalten können, die für sie nötige Unterstützung erfahren und in ihrer jeweiligen Besonderheit anerkannt und wertgeschätzt werden. Daher arbeiten wir in multiprofessionellen Teams aus Regelschullehrer*innen sowieSonder- und Sozialpädagog*innen. Da, wo unsere personelle Ausstattung es zulässt, ist der Unterricht mit zwei Fachkräften doppelt besetzt. Näheres dazu können Sie im  Grundsatzpapier Inklusion an der Erich Kästner Schule (PDF) nachlesen.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Inklusion und unserer besonderen räumlichen und personellen Ausstattung sind wir eine Schwerpunktschule in Hamburg für Schüler*innen mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Autismus, Sehen und Hören. Für unsere vorbildliche Arbeit wurden wir 2014 mit dem Jakob-Muth-Preis für Inklusion ausgezeichnet.

Soziales Lernen

Gemeinsames Lernen ist immer ein soziales Lernen. Denn nur wenn das Miteinander gelingt, ist man dazu bereit, sich auf den Unterrichtstoff zu konzentrieren. Aus diesem Grund ist uns der Aufbau einer guten Klassengemeinschaft und ein respektvoller Umgang untereinander sehr wichtig. In den Jahrgängen 5 und 6 steht daher auch Soziales Lernen (SoL) als Unterrichtsfach auf dem Stundenplan. Die Klassen arbeiten zu Themen wie Klassenrat, der ebenfalls jede Woche eine Stunde im Stundenplan umfasst, Klassenregeln, Entspannung, Teamtraining sowie Konflikte und Streitschlichtung. Zusätzlich gibt es Fachtage mit den Schwerpunkten Kennenlernen, Gemeinsam verschieden (Inklusion) und Sexualität.

In den Jahrgängen 7 bis 10 stehen folgende Fachtage auf dem Programm: Zivilcourage, Suchtprävention, Mobbing und Cybermobbing sowie Gewaltprävention. Die SoL-Tage werden von Fachkräften vorbereitet und von den Tutor*innen durchgeführt.

Kooperatives Lernen

Sich beim Lernen gegenseitig zu unterstützen und zusammen das beste Ergebnis zu erzielen, ist sowohl Grundanliegen unserer pädagogischen Arbeit als auch eine solide Vorbereitung auf die Zukunft. Daher fördern wir das Lernen in einer Gemeinschaft trotz unterschiedlicher Voraussetzungen. Gute Teamarbeit bedeutet immer, dass man sich seiner eigenen Fähigkeiten bewusst ist und achtsam mit den Kompetenzen der anderen umgeht. Unser Unterricht enthält daher bewusst viele kooperative Lernformen, wie zum Beispiel Partner- und Gruppenarbeiten.

Klassenfahrten und Austausche

Schule ist ein Ort des Lernens, gleichermaßen aber auch des gemeinsamen Erlebens. Wichtig sind dabei unsere Klassenfahrten in den geraden Jahrgängen, also Jahrgang 6, 8, 10 und in der Oberstufe in Jahrgang 13. Besondere Ereignisse sind auch die von unserer Schule angebotenen Austausche. In der 8. Klasse steht für die Französischschüler*innen die Möglichkeit zum Austausch mit dem Collège Victor Hugo in Gisors, einer kleinen Stadt zwischen Paris und Rouen, also im Norden Frankreichs. In Klasse 9 und 10 kann es im Rahmen der Vertiefungszeit und mit Unterstützung des europäischen Programms erasmus+ nach Litauen gehen. Die weitesten Reisen gehen aber nach Australien – hier können Schüler*innen der Klassen 9 bis teilnehmen – und in der Oberstufe dann nach Nicaragua (sofern die politischen Verhältnisse es zulassen).

Therapie und Ganztag

Seit einigen Jahren bieten wir an unserer Schule in Kooperation mit dem Therapiezentrum Farmsen Ergo- und Physiotherapie sowie Logopädie an. Erfahrene Therapeutinnen arbeiten mit den Kindern während des Schultages in einem speziell hierfür ausgestatteten Therapieraum. Voraussetzung für dieses Angebot ist ein entsprechendes ärztliches Rezept.
Selbstverständlich stehen auch den Schüler*innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf alle Angebote im Rahmen des Ganztages zur Verfügung. Das gilt gleichermaßen für die Mittagspausenangebote wie für die vielfältigen Angebote am Nachmittag, bei deren Anwahl diese Kinder „Vorfahrt“ haben. Schüler*innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf werden – wenn nötig – auch hier durch eine zweite pädagogische Kraft unterstützt und begleitet.