„Scherben des Kolonialismus – Mine Monument Kolonial“. So lautet der Titel des Kunst-Geschichte-Projekts, das im Schuljahr 2021/22 begonnen wurde. Jetzt erreichte das Tutor:innen-Team um Johanna Lehmann die Nachricht, dass das Projekt beim Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ eine Auszeichnung erhalten und einen der insgesamt 50 Hauptpreise gewonnen hat: die Teilnahme am mehrtägigen bundesweiten Junify Demokratiefestival in Berlin im Juni 2025. Hinzu kommt, dass alle preisgekrönten Projekte in einer Plakatausstellung vorgestellt werden.
Thema des über mehrere Jahre angelegten fächerverbindenden Projekts ist die kritische Auseinandersetzung mit Hamburgs kolonialer Vergangenheit im Oberstufenprofil Kunst-Geschichte. Einen Einblick in die Unterrichtsarbeit gibt zum Beispiel ein Film, der zeigt, wie die Schüler:innen in Klasse 11 digitale Ideen für Erinnerungsorte entwickelten ausgehend vom Spiel Minecraft.
Gipfeln soll die Projektarbeit dann in der Gestaltung eines Ortes auf dem Schulhof am Hermelinweg, wo an einer „Säule des Erinnerns“ von den Schüler:innen selbst gestaltete Fliesenscherben zum Thema Kolonialismus aufgeklebt werden. Diese Fliesen sind zuvor in Workshops und im Unterricht entstanden. Nachdem der Ort eingerichtet wurde, sollen dann künftige Schüler:innen-Generationen die Arbeit fortsetzen.
Für die Wettbewerbs-Jury ist das Projekt ein überzeugendes Beispiel dafür, wie sich junge Menschen „mit drängenden Herausforderungen unserer Zeit“ auseinandersetzen können und so ein „demokratisches Miteinander fördern“.
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