Nachrichten aus Uganda und Kinderkulturkarawane 2020/21

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Eine Woche lang waren die Sosolyas aus Uganda im Oktober 2019 zu Besuch in der 12ten Klasse. Am Anfang ihres Besuches zeigten sie das Stück „Die Geschichte von Zakayo“ über den Schimpansen Zakayo, die Zerstörung seines Urwalds und die Auswirkungen des Klimawandels in Uganda. Das Stück war ihre eigene Produktion und ein großer Erfolg.

Danach folgte die Woche, in der die Sosolyas mit den 12ten ein eigenes Stück auf die Beine gestellt haben. Ziel war es, gemeinsam alle Zuschauerinnen auf die Probleme und Lösungen aufmerksam zu machen, die wir haben, wenn es um Klima und Klimagerechtigkeit geht. Sie haben sich auf dem Weg dahin kennengelernt, über Privates und über Verantwortung, Politik und Lösungen ausgetauscht. Sie haben Wege gesucht kreativ mit den Problemen umzugehen und weitere Menschen zu erreichen, damit diese ihr Verhalten wirklich verändern. Jetzt durch Corona wird hoffentlich noch einmal allen deutlicher, dass die Zerstörung der Natur auch dazu beiträgt, dass sich Viren schneller ausbreiten und wie wichtig es ist, dass wir unser Verhalten gegenüber der Natur ändern.

Hier geht es zu einem Beitrag über den Besuch

Wie sich aktuell der Corona-Virus auf das Leben der Sosolyas auswirkt
Die Sosolyas haben uns diese Informationen geschickt

Das öffentliche Leben steht still: Uganda hat schnell und sehr konsequent reagiert. Der Flughafen Entebbe wurde sofort geschlossen, ebenso alle Grenzübergänge. Wenige Tage später wurden die Schulen geschlossen, Reisen über Land sind untersagt, der öffentliche Verkehr ist praktisch zum Erliegen gekommen, Bodas, Taxis, Busse, nichts darf mehr fahren. Alle Geschäfte sind geschlossen, nur Dinge des täglichen Lebens dürfen verkauft werden wie Lebensmittel und Medikamente.

Die Sosolyas sind betroffen: Das Leben im Center der Sosolyas, in dem 200 Kinder und Jugendliche unterkommen, steht still. Alle, die Kinder und Jugendliche betreuen, wurden angewiesen, diese nunmehr in kleinen Gruppen bis zu 10 Kindern aufzuteilen. Die ugandischen Partner und Partnerinnen der Sosolyas haben Kinder bei sich zu Hause aufgenommen, Davis, Bouza, Mark und andere. Trommeln, Tanzen und alle anderen Aktivitäten müssen ruhen. „Es ist das erste Mal, dass wir nicht zusammen sein können“, schrieb Mark sehr traurig. Gleichzeitig wurden die Organisationen angewiesen, möglichst Platz zu schaffen für die Straßenkinder Kampalas. Die Polizei wird diese Kinder ohne Zuhause konsequenter als sonst „einsammeln“, und nun ist für sie etwas Platz im Center.

Die getroffenen Maßnahmen bergen große Risiken: Uganda hat die Maßnahmen ergriffen, zu denen es sich in der Lage sieht. Eine medizinische Versorgung von tausenden Kranken wird nicht möglich sein. In der Hauptstadt Kampala leben über 5 Millionen Menschen teilweise auf engstem Raum, oft 10 und mehr Menschen in einem Zimmer. Fließendes Wasser gibt es nicht immer. Auch wenn Teams durch die Straßen gehen, an die Menschen Seife verteilen und erklären, was Hygiene bedeutet und wie man sich richtig die Hände wäscht – es wird bei einem größeren Ausbruch eine Katastrophe geben. Deshalb ist die beschlossene Quarantäne das einzige Mittel, um Leben zu retten. Jedoch muss man auch bedenken, dass viele Menschen in Uganda von der Hand in den Mund leben. Von dem Geld, das man den Tag über mit einer Gelegenheitsarbeit einnimmt, kauft man am Abend Essen für sich und für die Familie. Die Ausgangssperre bedeutet: keine Arbeit und kein Essen. Schon jetzt betteln Menschen nach Essen auf den Straßen. Die Sicherheitslage verschlechtert sich von Tag zu Tag. 
Die Preise für Nahrungsmittel haben sich innerhalb kürzester Zeit verzehnfacht.

 

CreActiv und Kinderkulturkarawane 2020/2021

Auch in diesem Jahr 2020 bereitet sich eine Klasse unserer Schule (die 9f) auf einen Besuch aus einem anderen Land vor, um sich kreativ und unter Gleichaltrigen über die Klimagerechtigkeit global zu verbinden. Dieses Mal mit Partnern aus Indien, mit den Dreamcatchers.

Durch Corona steht jedoch noch nicht endgültig fest, ob das Treffen im September auch stattfinden kann.

Namaste! – ein Gruß aus Indien von den Dreamcatchers

creactiv

 

 

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